UFO093 Computersimulation

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13 Gedanken zu „UFO093 Computersimulation

  1. Hugh Jazz

    Der Release von der 3. Staffel wird leider jetzt schon seit fast einem Jahr ständig verschoben. Ich glaub wirklich nicht dass das noch vorm Herbst raus kommt.

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  2. Trombonesses

    Wem das zu viel Text ist, am Ende steht eine Zusammenfassung.

    Bei der Simulationshypothese geht es darum, dass eine höher entwickelte Zivilisation in der Lage und Willens sei, die Wirklichkeit inklusive des gesamten Universums in einem Computer zu simulieren und dies eventuell bereits getan habe. Ein paar Gedanken dazu: Simulieren ist eine Tätigkeit, es muss also eine aktive, handelnde Person, ein Subjekt geben, den Simulanten. Außerdem muss es Objekte der Handlung geben, einmal das, was simuliert werden soll, das Simulandum, und einmal das Ergebnis der Simulation: das Simulatum. Der Simulant x simuliert ein Simulatum y anhand eines Simulandum z. Beispiel: Ein Schauspieler simuliert eine (gespielte) Krankheit anhand einer (echten) Krankheit. Der Schauspieler ist der Simulant, die echte Krankheit das, was simuliert werden soll, das Simulandum und die gespielte Krankheit das Ergebnis der Simulation, das Simulatum.
    Unsere Welt sei jetzt das Simulatum y, dann fehlt noch ein Simulant x und ein Simulandum z. Die Frage ist also, ob es beides gibt. Die erste Frage ist im gleichen Boot mit der Frage nach der Existenz Gottes: Sie hängt von der Bedeutung der Teilausdrücke ab. Was soll ‚existiert‘ heißen, was soll ‚Simulant‘ heißen? Zum ersten: ‚Existieren‘ wird in der Gebrauchssprache oft benutzt. ‚Tische existieren‘ kann man übersetzen als ‚Tische sind mögliche Objekte der sinnlichen Wahrnehmung‘. In diesem Sinne könnte der Simulant x nicht existieren, da er kein mögliches Objekt sinnlicher Wahrnehmung ist. Also benötigt man ein anderes Existenzkonzept. Solange aber kein passendes Existenzkonzept gefunden wurde, ist die Frage ‚Existiert der Simulant‘ so sinnvoll wie die Frage ‚Fimföffulpriert der Simulant‘, nämlich gar nicht. Und bei dem zu suchenden Existenzkonzept muss es sich um eines handeln, was für den menschlichen Verstand nachvollziehbar ist. Nun zum Simulanten selbst: Welche Eigenschaften soll dieser haben? Sicher, er simuliert uns, aber was soll das bedeuten? Da er uns nach einem Simulandum simuliert, muss er über Anschauung verfügen sowie zumindest über die kognitiven Fähigkeiten von Menschen. Außerdem kann er nicht Teil unserer Welt sein, sondern ist Teil der Welt, nach der wir simuliert werden. Aber das Simulandum, jene Welt, ist ja nur ebenjene Welt wahrgenommen und interpretiert durch den Simulanten. Wenn er die Welt wahrnimmt, dann tut er dies anhand bestimmter Theorien und Erkenntnisphilosophien, anhand von Vorstellungen, wie eine Welt aufgebaut ist. Also muss auch die kulturelle Entwicklung ähnlich der unseren Verlaufen, d.h., der Simulant muss wenigstens von der Relativitätstheorie wissen und von der Quantenmechanik. Diese Theorien sind in menschlichen Sprachen verfasst. Also muss der Simulant die Äquivalente seiner Welt auch in einer Sprache verfasst wissen, die der unseren ähnlich sind. Wohin führt das alles? Dadurch, dass unsere Welt ein Simulatum anhand des Simulandum ist, sind beide natürlich sehr ähnlich, sodass die Simulandumwelt wiederum eine Simulatumwelt sein könnte. Es droht ein infiniter Regress, da man diesen Gedanken immer wiederholen könnte. Nun ist es so, dass die Simulationshypothese eine Theorie zur Klärung der Welt ist. Solche Theorien stehen in Konkurrenz und man fragt sich, welche man glauben sollte. Jede hat seine Vor- und Nachteile. Die moderne Physik liefert eine Theorie, die weitgehend gute Ergebnisse liefert. Es gibt aber auch andere Theorien, wie z.B. die christliche Religion, nach der die Welt eine Schöpfung Gottes ist. Das setzt aber die Existenz Gottes voraus. Es ist aber Schwierig, ‚Existenz‘ so zu definieren, dass es plausibel ist und gleichzeitig auf Gott zutrifft. Das ist eine Schwäche gegenüber der modernen Physik. Die Simulationshypothese leidet an der gleichen Schwäche, zusätzlich aber noch am infiniten Regress, der es verhindert, dass diese Theorie auf sichere Beine kommt. So gesehen ist es wahrscheinlicher, dass uns Gott erschaffen hat, als dass wir in einer Simulation leben.

    tl;dr
    Die Simulationshypothese ist noch schwächer als die Schöpfunglehre. Man kann sie eigentlich nur glauben, wenn man bereits an einen „ersten“ Simulanten, an Gott glaubt. Aber selbst dann krankt diese Theorie noch an der ungeklärten Bedeutung von ‚Existenz‘.

    So viel erstmal von der philosophischen Front.

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    1. Gerd das Pferd

      @Trombonesses
      Ich nenn mal aus dem Bauch raus ’ne Beschreibung für Existenz: Es gibt eine Welt, in der wir uns befinden, die unabhängig davon, ob wir sie wahrnehmen können oder nicht, einfach existiert. Gravitationswellen haben immer schon „existiert“, wahrnehmen können wir sie erst seit kurzem. Die Welt außerhalb der Simulation, in der wir uns höchstwahrscheinlich befinden, existiert, auch wenn wir sie evtl. nie wahrnehmen können. So. Florentin und Stefan nutzen „Existenz“ in diesem Sinne.
      Von wegen infiniter Regress: Es ist lediglich sehr wahrscheinlich, nicht 100%ig sicher, dass wir(ich) in einer Simulation leben, da der Simulant wohl einige Simulationen in seiner Welt erschaffen wird. Wir(ich) befinden uns nun entweder in der Welt des Simulanten oder in einer der vielen Simulationen. Aus diesem Verhältnis ergibt sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir(ich) in einer simulierten Welt leben.
      Da auch die (kleine) Möglichkeit besteht, in der Welt des Simulanten zu leben, findet hier der infinite Regress sein finitum.

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  3. Herner Werzog

    Liebes Pufoteam, was haltet ihr eigentlich davon dass es Genial Daneben wieder gibt? War früher eine Plattform für junge Comedytalente die z.T. auch richtig groß Karriere gemacht haben (Bastian Pastewka, Mario Barth und Co.). Jedoch sitzen jetzt immer noch Leute wie Ralph Schmitz oder Ingo Appelt, deren Relevanz selbst in der deutsche Comedyszene mindestens fraglich ist. Ich finde es schade dass in einem Improformat keine jungen Leute (wie beispielsweise auch ihr) stattfinden. Oder ist euch Genial daneben sowieso egal?

    Viele Grüße und danke für einen guten Podcast, mehr aber auch nicht.

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  4. Baschdi

    Tromboness, mir fällt es schwer, deine Kritik nachzuvollziehen, vor allem den zweiten Teil. Ich sehe da einfach keinen infiniten Regress. Wieso ist es denn so schwer vorstellbar, dass es eine erste, nicht simulierte Welt gibt? Und das es tatsächlich einen „ersten Simulanten“ gibt? An der Stelle braucht man auch nicht unbedingt den Gottenbegriff zu verwenden, der ja unendlich viel Ballastat mit sich bringt, der in der Diskussion gar nichts nutzt. In dieser Vorstellung gibt es eine unermesslich große Zahl simulierter Wirklichkeiten, die ihrerseits wieder neue Simulationen erschaffen, wenn sie komplex genug sind. Klar bleibt die Frage übrig, woher die erste, „echte“ Wirklichkeit gekommen ist. Aber die möchte die Simulationshypothese auch gar nicht beantworten. Oder die Frage ist schon falsch gestellt, weil die erste Welt einfach schon immer da war und sein wird. Die Simulationshypothese auf eine Stufe mit der Schöpfungslehre zu stellen scheint mir jedenfalls etwas weit hergeholt.

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  5. G

    Ist nicht seit Ewigkeiten, einfach durch die Existenz der unendlichen Zahl Pi, bewiesen dass unser Leben keine Computersimulation sein kann? Alles von Menschen erschaffene muss ein Ende haben, das hat selbst Minecraft.

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    1. Simon

      Ich habe schon viele Simulationen durchgeführt in denen ich die unendliche Zahl Pi genutzt habe. Der Trick dabei nennt sich approximieren. Ich habe dieses „Argument“ schon oft gelesen, aber nie verstanden. Das Pi unendlich ist kommt ja lediglich in der Mathematik, also einer Abstraktionsebene zum tragen. Im „realen“ Leben würde es doch für uns keinen Unterschied machen wenn unserer simulierten Kreise mit einem Pi mit nur einer Millionen stellen berechnet wäre. Im Gegenteil, einen wirklich perfekten Kreis gibt es in unserer Welt nicht, da sich spätestens bei einer Planklänge keine Kurve mehr bilden lässt

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  6. TimOOOOOOOO

    Florentin, die Antwort zur Computersimulation hast du doch schon im UFOP 75# gegeben.

    Meiner Meinung dazu: Ich nehme die Rote Pille, Blaue Pille und ein 5er Rauchen auf pump .

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  7. Linguana

    Ihr zwei habt mir die Augen geöffnet!
    Seit jeher rege ich mich über eure Aussprache von „PayPal“ auf. Bis jetzt! Ich wollte einen besserwisserischen Kommentar schreiben und um Peinlichkeiten zu vermeiden, habe ich mir glücklicherweise vorher nochmal die 30 Sekunden genommen und gegoogelt. Was dabei raus kam: Ihr habt recht und ich nicht. Heißt also, ich spreche das Wort schon immer falsch aus. Ich habe immer payPAUL (gesprochen wie der englische Name) gesagt. Was man bei euch nicht alles lernt.

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  8. Astr0n0mus

    „Meine“ Welt-/Existenztheorie ist ja die, dass wir durch eine dem Menschen im technischen Fortschritt etwa ähnlichen Spezies durch zufall in einem Experiment, wie sie bei uns am CERN durchgeführt werden entschtanden sind. Zwei Elementare Teilchen wutden aufeinander geschossen wodurch unser Universum entstand, wodurch sich „erklären“ ließe warum es einen Urknall gab, es sich seit dem ausdehnt und an Energie „verliert“.
    Durch den gewaltigen Größenunterschied dauert der ganze Prozess in unserer Wahrnehmung mehrere Milliarden Jahre an, doch könnte in der uns übergeordneten Welt nur wenige tausendstel Sekunden ausmachen.

    Vllt kann mir ja jemand, der sich besser mit Physik auskennt erklären warum das alles Unsinn ist 🙂

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  9. Gnomi

    Astronomus, es tut mir leid, aber das fällt in die Kategorie „not even wrong“:

    Not even wrong refers to any statement, argument or explanation that can be neither correct nor incorrect, because it fails to meet the criteria by which correctness and incorrectness are determined.

    Mehr zu lesen hier: http://rationalwiki.org/wiki/Not_even_wrong

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  10. Sanse

    Schaut bitte „eXistenZ“ gerne auch mit live Podcast Reaktion, habe ich als ich jünger war geschaut (also ohne Plot Erfahrung quasi), weiß also nicht obs tatsächlich so ein großer Mindfuck ist, aber auf jeden Fall ein guter Film, wenn auch ein klein bisschen trashig.

    Zu der Realitätssache, es ist sehr Simple

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