UFO270 Sivuplari

Bonjourissimo! Estefano e Fiorentino schmeißen den Diaprojektor an und erzählen euch, wie toll Ereignisse waren, bei denen ihr nicht dabei wart.

Vielen Dank an Peer für das Intro!

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21 Gedanken zu „UFO270 Sivuplari

  1. Lena

    Zum Thema Wörter die nur die Eltern benutzen – Immer, wenn meine Mama nicht weiß um welches Jahr es geht, wenn sie etwas erzählt, hängt sie ‚Knips‘ an das Jahrhundert. Zum Beispiel ‚Neunzehnhundert-Knips.‘ Hab‘s mal gegoogelt und konnte nichts finden, und habe es auch sonst noch Niemanden sagen hören 🤷🏼‍♀️

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  2. Dani

    Meine Mutter benutzt als wahrscheinlich einzige Person das Wort „Kugelbumm“ für einen Purzelbaum/Vorwärtsrolle. Online finde ich dazu nichts und auch Verwandte oder andere Bekannte aus meinem lokalen Umfeld können damit gar nichts anfangen 😀 Als kleines Kind kannte ich aber dann auch einfach keinen anderen Begriff für diesen „Vorgang, aber fand ihn auch irgendwie selbsterklärend. Man kugelt sich und wenn die Beine wieder aufschlagen macht es eben bumm. 🤷🏼‍♀️ In der Schule bzw. teilweise schon im Kindergarten habe ich dann seltsame Blicke meiner Lehrer und Mitschüler ernten dürften.

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  3. Heinz Wäscher

    „Wie man einen Strandkorb baut | SWR Handwerkskunst“ (https://www.youtube.com/watch?v=bCi9fCjat2I)
    Das ist eine Folge einer sehr schönen Serie, die ich nun seit zwei Jahren gucke. Es ist unglaublich beruhigend den Handwerkern bei ihrer Arbeit zuzugucken und der samtigen Erzählstimme zuzuhören. Man lernt auch viel dabei. Wahnsinnsfolgen sind auch:
    Wie man eine E-Gitarre baut
    Wie man eine Hochzeitstorte backt
    Wie man einen Sessel polstert
    Wie man ein Dach mit Schiefer deckt
    Wie man eine Geige baut
    Die Folge mit der Hochzeitstorte aber auch wie man Pralinen herstellt werden heiß diskutiert. Buchbinden, Tiny-House bauen, Anzug nähen sind einfach der Hammer. Bisweilen sind die Handwerker oder Handwerkerinnen kurios spleenig aber immer mit Herz bei ihrer Sache – geil. Ich habe alle Folgen gesammelt, um sie vor der Deduplizierung zu bewahren. Listen der Folgen findet ihr in der Wikipedia oder bei fernsehserien.de.

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  4. lord_denti

    Ich habe etwas neues für die Rubrik „Die Humorlupe“, Unterrubrik „Lachen im Mittelalter“.
    Es kam ja öfters die Überlegung auf, ob wir vielleicht Humor und besonders Ironie und Sarkasmus aus dem Mittelalter falsch verstehen. Die Frage kann man ziemlich sicher mit „Ja“ beantworten. Zum Beispiel:

    Es gibt das Klischee, dass die Leute im Mittelalter und besonders den mittelalterlichen Städten keine Hygiene kannten und in ihrem eigenen Dreck gelebt haben. Bekannt ist das Bild von der Frau die den Eimer mit Fäkalien und Unrat einfach aus dem Fenster auf die Straße schüttet.
    Das berühmte Bild des Nachttopfs auf die Straße finden wir das erste Mal in dem Buch „Das Narrenschiff“ von Sebastian Brant, gedruckt 1494 in Basel. Das Narrenschiff ist eine Moralsatire und enthält Gedichte und Illustrationen die lasterhaftes Verhalten in der Gesellschaft beschreiben. Das Ziel war es, durch übertriebene Darstellung, „schändliches“ Verhalten wie Unzucht, Gier oder Dummheit zu kritisieren.

    In dem Bild in dem der Unrat auf die Straße geschüttet wird geht es darum, dass die Leute unten auf der Straße nachts noch laut singen und die Frau deswegen ihren Topf über sie ergießt. Das „schändliche Verhalten“ ist hier die Ruhestörung der Leute auf der Straße. Später wurde das Bild aber so weit fehlinterpretiert, dass man dachte die Leute würden halt einfach ihren Müll aus dem Fenster schütten.

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    1. lord_denti

      Hier ist übrigens das besagte Bild aus dem Narrenschiff:
      https://c8.alamy.com/compde/ba7ted/musik-strassenmusiker-frau-leckt-ihren-kammertopf-auf-buskern-holz-sebastian-brent-ship-of-fools-das-narrenschiff-basel-1494-ba7ted.jpg

      Es ist zu finden auf Seite 158 der Ausgabe von 1494 im Kapitel „von nachtes hofyeren“ (Vom nächtlichen hofieren):
      https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/11823/158

      Der Orginaltext auf wikisource:
      https://de.wikisource.org/wiki/Doctor_Brants_Narrenschiff/Vom_n%C3%A4chtlichen_hofieren

      Eine Übersetzung findet man in diesem Blogpost, der auch darauf eingeht wie das Bild falsch interpretiert wurde: http://www.geschichtsfenster.de/2018/03/15/boccacio-und-das-schmutzige-mittelalter/

      „Die Gassentreter und die Göffel,
      Die durch die Nacht nicht ruhen können,
      wenn sie nicht auf der Gasse rennen,
      Und schlagen Laute vor der Tür,
      Ob nicht das Mädchen schau‘ herfür,
      Nichts andres von der Straß‘ sie bringt,
      Bis man mit Kammerlaug‘ sie zwingt.“

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  5. Annika und Marie

    Hier unser Beitrag zum Thema Urban Dictionary der Kleinstdialekte:

    Familie Nummer 1:
    Knorpel – das fluffige Innere eines Brötchens
    Klappi – ein belegtes Brötchen
    Baumelwurst – eine abgegangene Knackwurst

    Familie Nummer 2:
    Friedland- Abstellraum
    Schlangori – Kartoffelbrei mit Sauerkraut

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  6. Schumi

    Also in meiner Familie sagen wir statt Bonbon einfach „Bonger“! (Schön mecklenburgischen ausgesprochen „Bongeer“) 😀 bisher kannte niemand anderes dieses Wort! Ich denke es trifft also dieses Phänomen denn wenn man das Wort in einer Suchmaschine seiner Wahl eingibt kommt man zu einem Klopfmassage-Schwinger 😅
    Liebe Grüße

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    1. Stefan

      Ich würde das nicht als Kleinstdialekt bezeichnen. Ich bin (auch) aus M-V und kenne den Begriff „Bonger“ bzw. manchmal auch „Bönger“ auch. In meiner Jugend waren das alles einfach nur „Bongse“.

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  7. Granado

    In meiner Familie hat sich seit Generationen der Begriff „Karnizelchen“ etabliert.
    Mindestens meine Uroma nutzte ihn schon. Wer aber einst damit angefangen hat, kann heute keiner mehr sagen.

    Er bezeichnet ein sehr kleines dunkles Objekt, welches beispielweise beim Putzen entdeckt wird, bei dem zunächst unklar ist, ob es sich um einen Stoff-Fussel, einen Brot-Krümel, ein totes Insekt oder doch nur um ein gewöhnliches Stück Dreck handelt.

    Obacht! Angehörige aus Nebenfamilien benutzen den Begriff oft falsch – als Karnizelchen bezeichnen wir ausschließlich das UNidentifizierte kleine dunkle Objekt . Sobald die Art des Objekts bestimmt werden konnte (z.B. „Fussel“ oder „tote Fruchtfliege“), ist es kein Karnizelchen mehr!

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  8. Johannes Floehr

    Fürs Wörterbuch:
    „Junke“

    Hat mein Vater immer ganz selbstverständlich (und exklusiv) verwendet für diese Hubbel auf der Straße, die der Verkehrsberuhigung dienen – laut Wikipedia heißen sie auch „Bremsschwelle“ oder „Krefelder Kissen“, weil sie dort, in Krefeld, erstmals zum Einsatz kamen. Wo ich im Übrigen auch aufgewachsen bin, so schließt sich der Kreis.

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  9. Korbinian

    In meiner Familie gibt es die Bezeichnung „Du Jogi“. Hat nichts mit neudeutschen Yoga-Exzessen zu tun, sondern ist ein Synonym für „Du Schussel“. Auch nicht klar was gemeint ist? 🙂
    Anwendung finden beide Begriffe dafür, wenn jemand sich ohne Nachzudenken in eine für ihn unvorteilhafte Position gebracht hat, sich also „schusselig“ verhalten hat.

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  10. Fabian

    Zum Thema „Kleinstdialekte“:

    In unserer Familie gibt es das Wort „schmodselig“ (mit langem O und weichem S). Es ist ein Synonym für schmutzig oder dreckig.
    Mein Vater hatte nämlich eine Katze, die „Schmodsel“ hieß. Diese Katze hatte die Angewohnheit, immer sauber das Haus zu verlassen und dann wieder komplett schmutzig nach Hause zu kommen.

    Ich dachte immer es sei Pfälzer Dialekt, aber als es sich mal in einem Satz benutzte „Das Tischtuch ist aber schmodzelig“, erntete ich nur fragende Blicke. Auch

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  11. Salome

    „Der grinst wie ein Pfund Schnitz!“ Ein ganz gewöhnlicher Ausdruck meiner Eltern für einen sehr fröhlichen, breit grinsenden Menschen. Keine Ahnung wie so ein Pfund grinst, aber in meiner Familie war das offensichtlich allen klar. 😉

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  12. Bene

    Zum Thema Mikro Dialekte,

    bei uns in der Familie sprechen wir immer von „wöltern“. Das macht man zum Beispiel im das Salat Dressing in den gekochten Salat zu verrühren. Sobald man also etwas vermengt ist das bei uns wöltern. Ich benutze das ganz selbstverständlich und bekomme immer irritierte Blicke sobald ich das anderen gegenüber in den Mund nehme

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  13. Lui

    Ich möchte nicht der schlechte-Laune-Bär sein, aber ich finde die Boulevard-Geschichten von Stefan aus dem Bereich Hotel und Gastro mega cringe. Sorry, cannot relate. Fühlt sich an wie bits von Comedians, die in der sky lounge von angesagten Flughäfen spielen, und wie sehr first class am Ende doch auch nervt und wir sind alle nur Menschen. Schon okay ^__^
    (Dieser Vogel, den man mit Tuch übern Kopf isst, heißt Ortolan. Wer mag kann sich auf Wikipedia unter dem Begriff Fettammer ein Bild machen, worum es da geht. Absoluter Abgrund der europäischen ‚Cuisine‘.)

    So, genug geschimpft. Hab euch trotzdem lieb und hörte euch schon, da wart ihr noch street ^^

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